In Tettnang entsteht derzeit ein Nahwärmenetz, das in der ersten Ausbaustufe 14 städtische und landeseigene Gebäude mit Wärme aus erneuerbarer Energie versorgen soll – darunter der Schulkomplex am Manzenberg, das Neue Schloss und das Rathaus. Herzstück ist eine Heizzentrale mit zwei Biomassekesseln, die überwiegend mit Holzhackschnitzeln aus der Region betrieben werden.
Unser Beitrag liegt ganz oben: auf der Energiezentrale ist ein begrüntes Flachdach mit Photovoltaik entstanden. Die Begrünung bringt Lebensraum für Insekten zurück und schafft zugleich einen Ausgleich für die versiegelte Fläche des Projekts. Sie speichert Regenwasser, hält es im natürlichen Kreislauf und gibt es über die Verdunstung nach und nach an die Umgebung ab. Das kühlt das Dach und sein direktes Umfeld und damit auch die Photovoltaikanlage, die die Zentrale mit Strom vom eigenen Dach versorgt.
Gerade bei Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden mit großen Flachdächern steckt darin viel Potenzial: Fläche, die ohnehin vorhanden ist, lässt sich gleich mehrfach nutzen.
Wie das Dach Schicht für Schicht gewachsen ist, zeigen unsere Aufnahmen aus der Luft.